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Berlin · 19. Oktober 2026 · tagesspiegel.de

Grüne und SPD stimmen für formale Koalitionsverhandlungen mit der Linken in Berlin

Am 19. Oktober kamen die Berliner Grünen zu einem Landesausschuss mit 49 Delegierten zusammen, während der SPD-Landesvorstand eine digitale Sitzung abhielt; beide Parteien sollten das 25-seitige Sondierungspapier für eine rot-grün-rote Koalition mit dem Titel „Mehr gemeinsam, mehr Berlin" billigen.

Am Montag, dem 19. Oktober 2026, fassten zwei der drei Parteien, die eine rot-grün-rote Koalition für Berlin anstreben, entscheidende Beschlüsse. Die Grünen traten um 20 Uhr zu einem Landesausschuss mit 49 Delegierten zusammen, während der SPD-Landesvorstand in einer digitalen Sitzung tagte.

Beide Parteien sollten das Sondierungspapier billigen, das nach der Berlin-Wahl vom 20. September entstanden war, bei der die Linke 25,7 Prozent, die CDU 18,8 Prozent, die AfD 16,3 Prozent, die Grünen 14,3 Prozent und die SPD 12,1 Prozent erreichten. Das 25-seitige Papier mit dem Titel „Mehr gemeinsam, mehr Berlin" wurde von den Parteivorsitzenden Elif Eralp (Linke), Werner Graf (Grüne) und Steffen Krach (SPD) vorgestellt.

Zu den zentralen politischen Zusagen gehören Pläne zur Enteignung von rund 160.000 Wohnungen großer Immobilienkonzerne, eine jährliche Mietobergrenze von 2 Prozent für landeseigene Wohnungen, günstigere Nahverkehrstickets, der Bau von 100.000 neuen Wohnungen sowie die Ablehnung des Weiterbaus der A100 und einer Bebauung des Tempelhofer Felds.

Der Landesparteitag der Linken ist für den 31. Oktober angesetzt, um die endgültige Zustimmung zu geben; formale Koalitionsverhandlungen sollen Anfang November beginnen, eine neue Regierung wird bis Jahresende angestrebt.

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