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Berlin · 19. Oktober 2026 · taz.de

Berliner Schüler blockieren zwei Schulen gegen Bildungskürzungen und Rüstungsausgaben

Rund 100 bis 200 Schüler verbarrikadierten am 16. Oktober die Eingänge des Andreas-Gymnasiums in Friedrichshain und des Leibniz-Gymnasiums in Kreuzberg, was 130 Polizisten auf den Plan rief, bevor die vierstündigen Blockaden friedlich aufgelöst wurden.

Wie die taz am 16. Oktober 2026 berichtete, blockierten Schülergruppen am Morgen dieses Tages die Eingänge zweier Berliner Schulen – des Andreas-Gymnasiums in Friedrichshain und des Leibniz-Gymnasiums im Bergmannkiez, Kreuzberg – und hinderten Schüler und Lehrer am Betreten der Gebäude. Der Protest richtete sich gegen Entscheidungen im Bundeshaushalt, die 109,7 Milliarden Euro für Rüstungsausgaben vorsehen, während die Bildungsausgaben auf 15,48 Milliarden Euro gekürzt wurden.

An der Aktion beteiligten sich rund 100 bis 200 Schüler; die Polizei setzte etwa 130 Beamte ein. Die Blockaden dauerten rund vier Stunden, bevor sich die Organisatoren bereiterklärten, sie im Gegenzug für eine friedliche Auflösung in angemeldete Demonstrationen umzuwandeln.

Der Regierende Bürgermeister Kai Wegner kritisierte die Aktion und sagte, wer „bewusst die Konfrontation mit der Polizei sucht, überschreitet eine klare Grenze“ – räumte zugleich aber das demokratische Recht auf Protest ein. Die Schüler verwiesen auf internationale Solidarität mit französischen Jugendbewegungen und äußerten Bedenken wegen einer möglichen Wehrpflicht.

Einige Schüler mit Migrationshintergrund betonten, ihre Familien seien nach Deutschland gekommen, um bessere Bildungschancen zu erhalten, die sie nun gefährdet sähen.

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