Erster Tag nach US-Abzug im Irak: Kata'ib Hisbollah setzt Angriffe aus
Einen Tag, nachdem die letzten US-Truppen den Irak verlassen haben, hat die iranisch unterstützte Miliz Kata'ib Hisbollah erklärt, ihre militärischen Aktivitäten einzustellen – mit Ausnahme von Angriffen auf feindliche Flugzeuge, die den irakischen Luftraum verletzen.
Der 1. Oktober 2026 war der erste Tag, an dem der Irak frei von jeglicher ausländischer Militärpräsenz war, nachdem die letzten US-Truppen am 30. September die Luftwaffenbasis Erbil verlassen hatten. Damit endete eine Präsenz, die mit der Invasion von 2003 begonnen und sich über den Feldzug gegen den IS fortgesetzt hatte.
Als Reaktion darauf erklärte Ahmad al-Hamidawi, Generalsekretär der iranisch ausgerichteten schiitischen Miliz Kata'ib Hisbollah, seine Gruppe werde nach dem Abzug der US-Streitkräfte ihre „militärischen Aktivitäten im Irak aussetzen" – mit der einzigen Ausnahme, feindliche Flugzeuge anzugreifen, die den irakischen Luftraum verletzen.
Die Ankündigung, über die unter anderem Al Jazeera ausführlich berichtete, deutete auf eine mögliche Entspannung nach Jahren wechselseitiger Raketen- und Drohnenangriffe auf Stützpunkte mit amerikanischem Personal hin.
Die irakische Regierung sowie westliche Analysten warnten jedoch, dass die Hauptverantwortung für die Eindämmung iranisch ausgerichteter Gruppen nun bei Bagdad liege und Milizen wie Kata'ib Hisbollah ihre Aktivitäten rasch wieder aufnehmen könnten, sollten sich die regionalen Spannungen mit Iran oder Israel verschärfen.
Für Ministerpräsident Mohammed Schia al-Sudani markierte dieser Tag den Beginn eines neuen Kapitels staatlicher Souveränität.
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