Persook
Berlin · 1. Oktober 2026 · berliner-zeitung.de

Berlins „Regenbogenbank“ erneut geschändet – Debatte über Stadtgesellschaft entbrannt

Die mehrfach beschädigte „Regenbogenbank“, ein Symbol für das queere Berlin, ist erneut Ziel von Vandalismus geworden und löst damit eine Debatte über die Werte der Stadt aus.

Die sogenannte Regenbogenbank, eine in Regenbogenfarben bemalte Holzbank als Symbol für Toleranz und queere Sichtbarkeit in Berlin, ist erneut beschädigt worden, wie die Berliner Zeitung am 1. Oktober 2026 berichtet. Die Zeitung hat Stimmen von Passanten, Anwohnern und Aktivisten aus dem umliegenden Kiez gesammelt und gefragt, was der jüngste Angriff über das Selbstbild Berlins aussagt.

Viele Befragte berichteten, dass sie der regelmäßige Vandalismus zermürbe, und verwiesen auf eine steigende Zahl homophober und transphober Vorfälle in der Stadt. Andere lobten die Freiwilligen, die die Bank immer wieder neu bemalen und reparieren, und bezeichneten die beharrliche Wiederherstellung als Antwort auf den Hass.

Lokalpolitiker versprachen bessere Beleuchtung und Kameraschutz an dem Ort, während queere Initiativen ein schnelleres polizeiliches Vorgehen gegen Hasskriminalität sowie mehr Aufklärung an Schulen forderten. Die Geschichte der Bank ist zu einem wiederkehrenden Stimmungsbarometer für das gesellschaftliche Klima in Berlin geworden – zwischen dem offen queeren Selbstverständnis der Stadt und anhaltenden Angriffen auf Minderheiten.

Ganze Meldung ansehen Original lesen

Mehr aus dieser Ausgabe