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Kultur · 1. Oktober 2026 · lbc.co.uk

Verlorenes Barock-Marmorwerk des Trevi-Brunnen-Bildhauers taucht in britischem Baustofflager auf

Eine 68 Zentimeter hohe Marmor-Maquette von Papst Clemens XII., geschaffen vom römischen Barockmeister Pietro Bracci im 18. Jahrhundert, wurde für nur 300 Pfund in einem Baustofflager in Wiltshire gekauft und nun als lange verloren geglaubtes Vorstudienmodell für eine verschwundene Bronzestatue authentifiziert, die einst auf dem Kapitol in Rom stand.

Ein viral gegangener Kunstfund, der am 1. Oktober 2026 bekannt wurde: Eine fleckige, mit Flechten überzogene Marmorskulptur, die ein aufmerksamer Sammler in einem Baustofflager in Wiltshire entdeckte und für 300 Pfund erwarb, wurde als verloren geglaubte Maquette aus dem 18. Jahrhundert von Pietro Bracci authentifiziert – jenem römischen Bildhauer, der vor allem für die zentrale Oceanus-Figur des römischen Trevi-Brunnens bekannt ist.

Das 68 Zentimeter hohe Modell zeigt Papst Clemens XII. auf einem Thron sitzend, mit einer dreifachen Papstkrone (Tiara) und einem reich verzierten Umhang, während geflügelte Putten und Schriftrollen den Thron schmücken. Man geht davon aus, dass es mit einer verlorenen Bronzeversion identisch ist, die einst in der Großen Halle des Palazzo Nuovo auf dem Kapitol stand.

Wissenschaftler bezeichnen den Fund als eine der bedeutendsten barocken Wiederentdeckungen, die seit Jahren in Großbritannien gemacht wurden. Bei der Auktion am 8. Oktober wird die Skulptur auf einen Wert zwischen 5.000 und 10.000 Pfund geschätzt.

Wie der Marmor nach Südwestengland gelangte, bleibt ungeklärt. Über die Geschichte berichteten unter anderem LBC, Yahoo, ARTnews und Artnet, was zu großer Aufmerksamkeit im Netz führte.

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