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Berlin · 19. Oktober 2026 · tagesspiegel.de

Berliner Senat erklärt IT-Notstand sechs Wochen nach mutmaßlich russischem Rhysida-Cyberangriff für beendet

Staatssekretär Florian Hauer erklärte am 15. Oktober, die akute IT-Notlage sei nach dem Angriff der Gruppe Rhysida im August 2026 vorbei, bei dem 1,4 Millionen Dateien gestohlen, 30 Bitcoin Lösegeld gefordert und dem Senat Kosten von mindestens 4 Millionen Euro entstanden.

Wie der Tagesspiegel am 15. Oktober 2026 berichtete, erklärte Berlins Staatssekretär für Digitalisierung, Florian Hauer (CDU), die akute Notfallphase nach dem schweren Cyberangriff vom August 2026 für beendet.

Die mutmaßlich russische Hackergruppe „Rhysida" war in zwei Berliner Senatsverwaltungen eingedrungen und hatte 1,4 Millionen Dateien mit einem Gesamtvolumen von 4 Terabyte entwendet.

Die Angreifer forderten 30 Bitcoin (umgerechnet rund 2 Millionen Euro) Lösegeld, das der Senat jedoch nicht zahlte; die gestohlenen Daten wurden daraufhin Anfang September im Darknet veröffentlicht.

Durch den Angriff wurden personenbezogene Daten von mindestens rund 10.000 Menschen offengelegt. Die Gesamtkosten werden auf mindestens 4 Millionen Euro geschätzt, hinzu kommen Verträge im sechsstelligen Bereich mit der Deutschen Telekom und der US-Sicherheitsfirma CrowdStrike.

Der Senat führte einen „Managed Detection and Response"-Dienst ein, der rund um die Uhr, sieben Tage die Woche, aktiv ist. Hauer bezeichnete das neue System als eine Art Sicherheitsalarm, der sofort ein Einsatzteam alarmiere.

Künstliche Intelligenz wird eingesetzt, um die kompromittierten Daten zu analysieren und weitere Betroffene zu identifizieren. Die Ermittlungen gegen die Angreifer dauern an; Spuren in den Logdateien seien offenbar verschleiert worden.

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