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Gesundheit · 17. Oktober 2026 · acog.org

US-Gynäkologen erweitern Leitlinien zur Menopause und befürworten Hormontherapie

Der US-Fachverband der Frauenärzte ACOG hat erstmals seit 2014 seine Leitlinien zur Menopause überarbeitet und spricht sich bei Hitzewallungen, Nachtschweiß und Schlafproblemen für die meisten Frauen unter 60 klar für eine Hormontherapie aus.

Am 17. Oktober 2026 gehörte die neu erweiterte Leitlinie des American College of Obstetricians and Gynecologists (ACOG) zur Menopause weltweit zu den meistgelesenen Gesundheitsthemen. Die am 15. Oktober veröffentlichte Aktualisierung ist die erste größere Überarbeitung seit 2014 und behandelt vasomotorische Symptome, Schlafstörungen sowie Stimmungsveränderungen. Der Fachverband sprach der menopausalen Hormontherapie eine „starke“ Empfehlung als Mittel der ersten Wahl bei Hitzewallungen, Nachtschweiß und damit verbundenen Schlafproblemen aus und riet, die Behandlung vor dem 60. Lebensjahr oder innerhalb von zehn Jahren nach der natürlichen Menopause zu beginnen.

Für Frauen, die keine Hormone nehmen können oder wollen, empfiehlt ACOG die neueren nicht-hormonellen Wirkstoffe Fezolinetant und Elinzanetant sowie bestimmte Antidepressiva, die ebenfalls Hitzewallungen lindern. Zu den nicht-medikamentösen Optionen zählen kognitive Verhaltenstherapie, Achtsamkeitstraining, Sport, Hypnose und Akupunktur.

Laut der Leitlinie reicht die derzeitige Studienlage nicht aus, um spezifische Behandlungen für menopausenbedingte Depressionen zu empfehlen. Frauen, die die Kriterien einer schweren depressiven Störung erfüllen, sollten daher nach den üblichen Leitlinien zur Depressionsbehandlung versorgt werden. ACOG kündigte zudem an, dass eine ergänzende Leitlinie zum genitourinären Syndrom der Menopause 2027 folgen soll.

Die Aktualisierung fällt mit berichteten Engpässen bei Hormonpflastern in den USA zusammen und erscheint zu einem Zeitpunkt, an dem das Thema Menopause in den USA, in Großbritannien und in Australien zunehmend gesundheitspolitische Aufmerksamkeit erhält. Medien wie US News, NPR, Healio und Patient Care Online veröffentlichten ausführliche Erklärstücke dazu.

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