Taz-Kommentar: Rot-Grün-Rot in Berlin – Aufbruch oder Absturz?
Taz-Kolumnist Uwe Rada wägt die Chancen des geplanten Linke-Grüne-SPD-Bündnisses in Berlin unter der voraussichtlichen Regierenden Bürgermeisterin Elif Eralp ab – zwischen hoffnungsvollem Signal und Absturzgefahr.
Ein vielbeachteter taz-Kommentar, der am Abend des 17. Oktober erschien und das Berlin-Ressort von taz.de bis in den 18. Oktober 2026 hinein anführte, fragt, ob Rot-Grün-Rot in Berlin ein „Aufbruch oder ein Absturz“ wird. Der Berlin-Redakteur Uwe Rada schreibt, selten sei die Bildung einer Landesregierung so genau beobachtet worden. Die Linken-Politikerin Elif Eralp würde die erste Regierende Bürgermeisterin Berlins mit Migrationshintergrund.
Die Versprechen des Bündnisses für bezahlbaren Wohnraum – darunter ein Mietendeckel von 2 Prozent in landeseigenen Wohnungen und die Vergesellschaftung von rund 160.000 Wohnungen – könnten die bundesweite Wohnungsdebatte nach links verschieben.
Rada betont jedoch das tiefe Misstrauen innerhalb des Bündnisses, insbesondere die Vorbehalte des SPD-Landeschefs Steffen Krach gegenüber der Linken, interne Streitigkeiten in der Linken über ihre Bilder vom Wahlabend sowie die Notwendigkeit, Antisemitismusprävention mit Zusagen an muslimische und migrantische Wählerinnen und Wähler zu verbinden. Die Parteitage müssen den Beginn der Koalitionsverhandlungen im November noch billigen.
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