Berliner Serienvergewaltiger zu zwölf Jahren Haft und Sicherungsverwahrung verurteilt
Ein Berliner Gericht hat den 69-jährigen Frank S. für schuldig befunden, zwischen 2016 und 2022 in 22 Straftaten 14 Frauen betäubt und vergewaltigt zu haben, und ihn zu zwölf Jahren Haft sowie anschließender Sicherungsverwahrung verurteilt.
Das Landgericht Berlin hat den 69-jährigen Frank S. am 28. Oktober 2026 zu zwölf Jahren Haft verurteilt und im Anschluss Sicherungsverwahrung angeordnet. Das Gericht sah ihn der Vergewaltigung, der gefährlichen Körperverletzung und der Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs durch Bildaufnahmen für schuldig. Der Prozess umfasste 14 Opfer und 22 Straftaten, die zwischen 2016 und 2022 begangen wurden. Das Gericht erklärte, es habe „keine Zweifel an der Gefährlichkeit des Angeklagten“. S., ein Elektriker aus dem Berliner Bezirk Lichtenberg, lernte Frauen zwischen 50 und 60 Jahren über Online-Dating-Plattformen kennen und lockte sie in seine Wohnung, indem er sich abwechselnd als Pilot oder Detektiv ausgab. Er mischte betäubende Substanzen in Getränke wie Cocktails und missbrauchte die wehrlosen Frauen anschließend, während er die Taten filmte und die Aufnahmen systematisch archivierte. Der vorsitzende Richter Jakob Weber sagte: „Die Bilder zeigen, wie drastisch das Geschehen war.“ Die Opfer erfuhren erst Jahre später von der Polizei, was ihnen zugestoßen war. S. wurde verurteilt, an zwei Nebenklägerinnen jeweils 30.000 Euro und an eine dritte 15.000 Euro zu zahlen. Die Ermittlungen zu Vorwürfen bezüglich 44 weiterer potenzieller Opfer dauern an. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
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