Neuer Club „[119]“ eröffnet in ehemaliger Oppositionsstätte der DDR in Prenzlauer Berg
Der neue Club und Kulturraum „[119]“ öffnet am Freitag in der Storkower Straße 119 in Prenzlauer Berg seine Türen – in den historischen Räumen einer 1987 gegründeten DDR-Oppositionsgruppe –, während Berlins Clubszene mit einer Finanzkrise kämpft: 39 Prozent der Clubs schreiben rote Zahlen.
Berlins Nachtleben bekommt diese Woche einen neuen Ort: Der Kulturraum und Club „[119]“ öffnet am Freitag, dem 23. Oktober 2026, in der Storkower Straße 119 im Pankower Ortsteil Prenzlauer Berg. Der Ort befindet sich in den Räumen, die einst von der Kirche von Unten (KvU) genutzt wurden, einer 1987 in der DDR gegründeten Basisoppositionsgruppe, die später zu einer bekannten Jugendkultureinrichtung wurde. Die Betreiber haben Spuren der aktivistischen Geschichte des Gebäudes bewahrt.
„[119]“ versteht sich als mehr als nur ein Club – das Team beschreibt den Ort als Kulturstätte, Theater und Tanzwerkstatt. Die Eröffnungsnacht dauert von 22 bis 10 Uhr und findet auf zwei Etagen statt: dem „Block“ für Techno- und House-Musik und der „Halle“. Der Eintritt kostet 20 Euro.
Der Club eröffnet in einer schwierigen Phase für Berlins Nachtleben: 39 Prozent der befragten Clubs und Veranstalter meldeten für 2025 Verluste, gegenüber 21 Prozent im Jahr 2017, und seit 2020 haben mindestens 24 Clubräume geschlossen, während rund 25 neue eröffnet haben. Der Tagesspiegel-Artikel vom 21. Oktober 2026 ordnet „[119]“ als seltenes positives Zeichen für die Szene ein – direkt neben zwei weiteren Orten, die kürzlich in derselben Straße eröffnet haben.
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