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Berlin · 22. Oktober 2026 · tagesspiegel.de

Sicherheitsbereich um Steglitzer Bierpinsel ausgeweitet: Herabfallende Fassadenteile gefährden Verkehr

Nachdem ein vorläufiges Gutachten weitere absturzgefährdete Fassadenplatten festgestellt hat, hat der Bezirk Steglitz-Zehlendorf die Sperrzone um den markanten Bierpinsel-Turm auf zwölf Meter ausgeweitet und einen Teil der Schloßstraße sowie die Joachim-Tiburtius-Brücke in beiden Richtungen gesperrt.

Der Bierpinsel – ein markanter Gastronomieturm aus dem Jahr 1976 über dem U-Bahnhof Schloßstraße in Berlin-Steglitz – stellt eine wachsende Gefahr für die Öffentlichkeit dar. Im September 2026 waren Fassadenteile aus rund 30 Metern Höhe auf die Schloßstraße gestürzt, und ein vom Eigentümer des Gebäudes beauftragter Gutachter hat bei der Inspektion der Außenhülle nun weitere absturzgefährdete Platten festgestellt.

Als Reaktion hat das Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf den Sicherheitsbereich auf einen Radius von zwölf Metern um das Bauwerk ausgeweitet. Die Maßnahmen sperren den Gehweg auf der Turmseite, den angrenzenden Radweg sowie eine Fahrbahn der Schloßstraße zwischen Schildhornstraße und Ahornstraße. Die Joachim-Tiburtius-Brücke ist in beiden Richtungen vollständig gesperrt, was zu erheblichen Umleitungen für den Autoverkehr und den öffentlichen Nahverkehr führt.

Der Eigentümer des Gebäudes wurde offiziell angewiesen, umgehend mit Sicherungsarbeiten zu beginnen. Der zuständige Bezirksstadtrat für Bauwesen erklärte öffentlich, dass weitere Verzögerungen nicht hingenommen würden und der Bezirk die Arbeiten notfalls selbst ausführen und dem Eigentümer in Rechnung stellen werde. Ein Termin, wann die Sperrungen aufgehoben werden könnten, steht bisher nicht fest.

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