Ryanair schließt Berlin-Basis am BER und streicht zwölf Strecken
Ryanair hat am 24. Oktober seine Basis am Flughafen Berlin Brandenburg (BER) geschlossen, sieben Flugzeuge abgezogen und zwölf Direktverbindungen gestrichen – darunter Gran Canaria, Palermo und Tallinn. Als Grund nennt die Airline hohe deutsche Gebühren und Steuern.
Am 24. Oktober 2026 hat Ryanair seine Basis am Flughafen Berlin Brandenburg (BER) geschlossen, sieben dort stationierte Flugzeuge abgezogen und sein Winterflugprogramm in Berlin um etwa die Hälfte gekürzt.
Zwölf Direktverbindungen entfallen vollständig: Bologna, Fuerteventura, Gran Canaria, Lanzarote, Marseille, Palermo, Pisa, Reggio Calabria, Tallinn, Thessaloniki, Triest und Vilnius werden von der Fluggesellschaft nicht mehr ab BER angeboten.
Ryanair begründet den Schritt mit massiv gestiegenen Flughafengebühren seit der Pandemie, höheren Sicherheits- und Flugsicherungsgebühren sowie der deutschen Luftverkehrsteuer. Der Flughafen Warschau hat den BER bei den Passagierzahlen überholt – mit 26,1 Millionen Fluggästen im Jahr 2025 – und Ryanair verlagert Kapazitäten in günstigere Märkte.
Die Betreibergesellschaft des BER erklärt, der Flughafen werde weiterhin rund 140 Ziele mit etwa 70 Fluggesellschaften anfliegen. Sechs der zwölf gestrichenen Strecken sollen teilweise von Konkurrenten übernommen werden: Eurowings plant, zwei zusätzliche Flugzeuge am BER zu stationieren, und wird unter anderem Bologna ins Programm aufnehmen.
Für 2026 rechnet der BER nun mit rund 25,7 Millionen Passagieren, nach 26,1 Millionen im Jahr 2025. Für 2027 wird ein weiterer Rückgang erwartet, da sich der volle Effekt des Ryanair-Abzugs erst im Laufe des Winterflugplans zeigen wird.
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