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Politik · 10. Oktober 2026 · npr.org

Ein Jahr nach dem Gaza-Waffenstillstand: Israelis trauern, Palästinenser sagen, der Krieg sei „nie zu Ende gegangen“

Am 10. Oktober jährte sich der von Trump vermittelte Waffenstillstand im Gazastreifen zum ersten Mal: Israelis gedachten der Opfer des 7. Oktober, während Palästinenser beklagten, der Wiederaufbau habe nicht begonnen und Israel kontrolliere weiterhin 70 Prozent des Gebiets.

Am 10. Oktober 2026 jährte sich zum ersten Mal der Waffenstillstand, der den Krieg zwischen Hamas und Israel im Gazastreifen im Rahmen des Friedensplans von US-Präsident Donald Trump beendet hatte. In Israel wurde landesweit der Opfer des von der Hamas angeführten Angriffs vom 7. Oktober 2023 gedacht – es war der erste Jahrestag, seit im Januar 2026 die Überreste der letzten Geisel, Ran Gvili, zurückgegeben worden waren. Die letzten zwanzig lebenden Geiseln waren am 13. Oktober 2025 freigelassen worden.

Für die Palästinenser markierte der Tag jedoch einen bitteren Meilenstein: Der US-Sender NPR berichtete aus dem Gazastreifen, dass der Waffenstillstand für die meisten Bewohner nur dem Namen nach ein solcher sei. Es gebe weiterhin keine internationale Friedenstruppe, der versprochene Wiederaufbau habe nicht begonnen, und Israels Militär habe seine Kontrolle auf rund 70 Prozent des Küstenstreifens ausgeweitet, wodurch mehr als zwei Millionen Palästinenser auf einen schmalen Küstenstreifen zusammengedrängt seien. Lebensmittel, Wasser und Unterkünfte blieben knapp, während ein zweiter Winter in den Trümmern bevorstehe.

Diplomaten warnten, dass der politische Prozess hinter dem Waffenstillstand – die Einrichtung einer Übergangsbehörde und einer arabisch geführten Stabilisierungstruppe – weiterhin ins Stocken geraten sei.

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