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Macron ernennt Lecornu erneut zum französischen Premierminister
Präsident Emmanuel Macron hat Sébastien Lecornu zum zweiten Mal zum Premierminister ernannt und damit Frankreichs 48. Regierung gebildet – inmitten von Studentenprotesten und eines umstrittenen Sparhaushalts.
Am 10. Oktober 2026 ernannte der französische Präsident Emmanuel Macron Sébastien Lecornu erneut zum Premierminister, nachdem dessen vorheriges, nur kurzlebiges Kabinett zerbrochen war. Lecornu wurde damit beauftragt, die zweite Regierung Lecornu zu bilden – die 48. der Fünften Republik. Der Schritt verlängert eine der turbulentesten Regierungsserien der jüngeren französischen Geschichte: Lecornu war erstmals im September 2025 nach dem Sturz von François Bayrou ernannt worden, trat weniger als einen Tag nach der Vorstellung seines ersten Kabinetts zurück, wurde binnen Tagen erneut berufen und steht nun an der Spitze eines umgebildeten Teams.
Die neue Regierung übernimmt einen heftigen Streit um den Sparhaushalt 2027, der eingefrorene Gehälter im öffentlichen Dienst, neue Steuern und Kürzungen bei den Dieselsubventionen vorsieht. Studierende und Schüler führen seit Wochen nahezu tägliche Proteste gegen unterfinanzierte Schulen und Reformen an, Hunderte wurden festgenommen. Lecornu erklärte Anfang der Woche in einer Fernsehansprache, die Regierung sei den Forderungen der jungen Menschen „nicht gleichgültig".
Analysten sehen in der erneuten Ernennung ein Zeichen für Macrons engen Handlungsspielraum angesichts einer zersplitterten Nationalversammlung und sinkender Popularitätswerte. Berichtet von France 24, Euronews und PBS NewsHour.
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