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Politik · 10. Oktober 2026 · euronews.com

Zusammenstöße erschüttern Brüssel: 30.000 demonstrieren gegen Sparpolitik

Die belgische Polizei setzte am 9. und 10. Oktober nahe dem Bahnhof Brüssel-Süd Wasserwerfer und Tränengas gegen Anti-Sparpolitik-Demonstranten ein, nachdem rund 30.000 Gewerkschafter und Studierende gegen die geplanten Sparmaßnahmen der Regierung protestiert hatten.

Am 9. und bis in den 10. Oktober 2026 zogen rund 30.000 Gewerkschafter, Studierende und Vertreter der Zivilgesellschaft durch Brüssel, um gegen das geplante Sparpaket der belgischen Föderalregierung zu protestieren. Die von Belgiens großen Gewerkschaften organisierte Demonstration richtete sich gegen Vorhaben, die nach Ansicht der Teilnehmer Arbeitnehmer, Rentner und einkommensschwache Haushalte treffen würden – darunter mögliche Änderungen an der automatischen Lohnindexierung, eine höhere Mehrwertsteuer und weitere Maßnahmen zur Einnahmensteigerung. Auch Studierende schlossen sich an, um gegen Kürzungen im Bildungsbereich und steigende Studiengebühren zu protestieren.

Der Protestzug begann friedlich mit Musik, Tanz und Plakaten, eskalierte jedoch in der Nähe des Bahnhofs Brüssel-Süd, als einige Demonstranten Feuerwerkskörper, Steine und Gaskartuschen auf die Bereitschaftspolizei warfen. Die Beamten reagierten mit Wasserwerfern und Tränengas.

Ersten Berichten zufolge wurden 21 Personen festgenommen, darunter 13 Minderjährige; bis Freitagabend stieg die Zahl auf über 100, mit rund 30 gerichtlichen Festnahmen und 80 Verwaltungsgewahrsamen. Euronews, Africanews und Fox News berichteten über die Zusammenstöße.

Der Protest reiht sich ein in eine Welle der Empörung gegen die Sparpolitik in ganz Europa, da Regierungen angesichts des Drucks aus Brüssel und von den Anleihemärkten ihre Bevölkerungen auf knappere Haushalte vorbereiten.

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