Schönhauser-Allee-Brückenarbeiten verschoben: Störungen bei U2 und Tram M1 bis 2032
Die BVG hat den Zeitplan für den komplizierten Neubau der Brücke Schönhauser Allee überarbeitet: Die Vorarbeiten beginnen im Frühjahr 2027, die Hauptbauphase 2028, die Fertigstellung wird nun erst Ende 2032 erwartet. Die Tramlinie M1 wird für mehr als fünf Jahre komplett abgebaut.
Der Neubau der Eisenbahnbrücke Schönhauser Allee – als Berlins kompliziertestes Brückenbauprojekt bezeichnet – wurde erneut verschoben. Das geht aus dem überarbeiteten Zeitplan hervor, den die BVG am 22. Oktober 2026 veröffentlichte.
Die vorbereitenden Arbeiten an der Tragkonstruktion sollen nun im Frühjahr 2027 beginnen statt Ende 2026, die Hauptbauphase startet 2028. Mit einer Fertigstellung wird frühestens Ende 2032 gerechnet.
Täglich nutzen rund 20.000 Fahrzeuge die Schönhauser Allee. Die U-Bahn-Linie U2 wird 2027 zweimal für jeweils zwei Wochen unterbrochen – im Frühjahr und im Herbst.
Die Straßenbahnlinie M1 wird vom 21. Juni 2027 bis zum Ende des Jahres 2032 vollständig abgebaut. Fahrgäste müssen Teile ihrer Strecke zu Fuß zurücklegen.
Ein Fußgängertunnel, der die S-Bahn- und die U-Bahn-Station verbindet, wird als separates Projekt neu gebaut. Das 1986 errichtete Mahnmal für den antifaschistischen Widerstand wird in die neue Brückenkonstruktion integriert.
Für lokale Sympathie sorgt ein Detail: Der berühmte Ketwurst-Stand von Alain André bleibt während der gesamten Bauzeit geöffnet.
Mehr aus dieser Ausgabe

Berlins Grüne und SPD stimmen für Koalitionsverhandlungen mit der Linken (Rot-Grün-Rot)

Emirates stoppt Flugpläne nach Berlin BER, Insider nennt Abkommen „verpatzt“

Tagesspiegel Checkpoint: Berlins Koalitions-Wortspiel – „Sondieren oder nicht sondieren?“

PHP-Sicherheitslücke legt Websites Berliner Behörden lahm – die meisten wieder online

Bundesregierung blockiert Vergesellschaftungsgesetz – kein Ministerium will Verantwortung übernehmen

„Gen Z steht auf“: Bundesweite Proteste für den 31. Oktober geplant, Berliner Polizei bereitet Großeinsatz vor

Neuer Berliner Club „119" eröffnet in Prenzlauer Berg trotz Krise der Clubszene

Ostpro Berlin startet: Ost-Produkte wecken Nostalgie und Debatte
