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Berlin · 23. Oktober 2026 · berliner-zeitung.de

Emirates stoppt Flugpläne nach Berlin BER, Insider nennt Abkommen „verpatzt“

Emirates-Chef Tim Clark hat angekündigt, dass die Fluggesellschaft trotz eines Luftfahrtabkommens vom September 2026 keine Flüge zum Berliner Flughafen BER aufnehmen wird, da die Beschränkungen Berlin unrentabel machten. Ein Branchen-Insider bezeichnete das Abkommen als „nicht professionell umgesetzt“.

Trotz eines im September 2026 zwischen Deutschland und den Vereinigten Arabischen Emiraten geschlossenen bilateralen Luftverkehrsabkommens, das Emirates grundsätzlich erweiterte Rechte einräumte, hat die Fluggesellschaft ihre Pläne für Flüge zwischen Dubai und dem Flughafen Berlin Brandenburg (BER) auf Eis gelegt.

Emirates-Chef Tim Clark erklärte unverblümt: „Wir werden derzeit nicht nach Berlin fliegen.“

Das Abkommen gestattet Emirates lediglich sieben wöchentliche Flüge zwischen Dubai und BER, während zugleich die Frequenzen der Fluggesellschaft nach Frankfurt, München, Hamburg und Düsseldorf auf dem derzeitigen Niveau eingefroren werden. Zusätzlich verliert Emirates die sogenannten Rechte der fünften Freiheit – also die Möglichkeit, Passagiere von Deutschland aus in Drittländer zu befördern, etwa auf einer Route Dubai–Hamburg–New York.

Ein namentlich nicht genannter Branchen-Insider sagte der Berliner Zeitung, das Ergebnis spiegele eine mangelhafte Ausarbeitung wider, und bezeichnete es als „nicht professionell umgesetzt“.

Das Grundproblem besteht darin, dass der Geschäftsreisemarkt in Berlin weniger lukrativ ist als an den großen deutschen Drehkreuzen – Emirates würde also Wachstumschancen anderswo in Deutschland aufgeben, um Zugang zu einem Markt zu erhalten, der diesen Tausch nicht rechtfertigt.

Der Vorfall verdeutlicht, wie schwer sich Berlin weiterhin damit tut, Premium-Langstreckenfluggesellschaften anzuziehen, und wie komplex die diplomatischen Verhandlungen über Luftverkehrsrechte sind.

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