„Gen Z steht auf“: Bundesweite Proteste für den 31. Oktober geplant, Berliner Polizei bereitet Großeinsatz vor
Die Social-Media-Bewegung „Gen Z steht auf" hat Jugendproteste in 21 deutschen Städten für den 31. Oktober mobilisiert, wobei der Berliner Demonstrationszug ab 14 Uhr vom Brandenburger Tor starten soll. Die Berliner Polizei bereitete einen Großeinsatz vor, wies aber darauf hin, dass bislang keine offizielle Anmeldung vorliege.
Die Bewegung „Gen Z steht auf", die vor allem über Instagram und TikTok organisiert wird und in ihren Werbebeiträgen KI-generierte Bilder verwendet, rief für den 31. Oktober 2026 – der mit Halloween zusammenfällt – zu Demonstrationen in 21 deutschen Städten auf, mit Forderungen wie bezahlbarer Bildung, bezahlbaren Mieten, der Ablehnung einer Wehrpflicht und einer Rentenreform.
In Berlin sollte der Demonstrationszug um 14:00 Uhr am Brandenburger Tor beginnen. Einige mit der Kampagne verbundene TikTok-Videos erreichten über eine Million Aufrufe, doch die Organisatoren um Akram Selo betonten, die Proteste müssten friedlich bleiben, und lehnten parteipolitische Fahnen ab.
Bis zum 21. Oktober hatte die Berliner Polizei nach eigenen Angaben noch keine formelle Anmeldung der Demonstration erhalten, bereitete jedoch einen Großeinsatz vor. Polizeisprecher Florian Nath sagte, die Beamten würden „genau hinschauen", ob radikale Gruppen die Mobilisierung ausnutzten. Die Polizeigewerkschaft warnte vor einer möglichen Unterwanderung durch extremistische Kräfte und verwies auf die gewaltsamen Halloween-Nächte 2024, die zu 132 Festnahmen und Brandstiftungen geführt hatten.
Die Linken-Vorsitzende Ines Schwerdtner (Artikel veröffentlicht am 22. Oktober) warnte vor vorschnellen Erzählungen, die Migranten oder Linksradikale für etwaige Gewalt verantwortlich machten, und bezeichnete solche Deutungsmuster als eine Taktik, die „immer wieder genutzt wird, um Protestbewegungen zu diskreditieren".
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