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Wissen & Technik · 10. Oktober 2026 · sciencedaily.com

Wissenschaftler weisen erstmals die 1931 vorhergesagten „Bethe-Strings“ nach

Physiker in Innsbruck fingen ultrakalte Cäsium-Atome in eindimensionalen Röhren ein und beobachteten, wie sie sich zu exotischen Quantenketten verbanden, die Hans Bethe schon vor fast einem Jahrhundert vorhergesagt hatte.

Ein Ergebnis, das sich am 10. Oktober 2026 weiterhin in den Wissenschaftsnachrichten verbreitete, ist der erste direkte Nachweis sogenannter Bethe-Strings – exotischer Mehrteilchen-Quantenzustände, die der Nobelpreisträger Hans Bethe bereits 1931 vorhergesagt, aber bis jetzt niemand im Labor beobachtet hatte. Ein Team der Universität Innsbruck kühlte zusammen mit Theoretikern der Universität Amsterdam und der Technischen Universität München Cäsium-Atome nahe an den absoluten Nullpunkt ab und lud sie in Tausende parallele, eindimensionale optische „Röhren“, die durch gekreuzte Laserstrahlen erzeugt wurden.

Indem die Gruppe die Anziehungskraft zwischen den Atomen sorgfältig einstellte, brachte sie diese dazu, sich zu Ketten zu verbinden, die nicht durch chemische Bindungen, sondern allein durch quantenmechanische Wechselwirkungen zusammengehalten werden und nur in einer räumlichen Dimension existieren.

Die Forscher bildeten anschließend die charakteristischen Signaturen dieser Strings ab und verglichen sie mit Bethes alten Gleichungen. Die im Fachjournal „Nature Communications“ veröffentlichten Ergebnisse bestätigen eine Grundlösung der Quanten-Vielteilchentheorie und liefern Experimentatoren eine saubere Plattform, um Ideen zu Magnetismus, Supraleitung und stark korrelierter Materie zu testen.

Die Geschichte gehörte in dieser Woche zu den meistgelesenen Physik-Beiträgen auf ScienceDaily, phys.org und SciTechDaily.

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