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Wissen & Technik · 10. Oktober 2026 · phys.org

DNA-Studie macht mehrere gleichzeitige Belastungen für das Aussterben des Auerochsen in Skandinavien verantwortlich

Ein internationales Team unter Leitung der Universität Lund hat herausgefunden, dass die urzeitlichen Wildrinder Europas durch ein Zusammenspiel aus genetischer Verarmung, Jagd und schrumpfendem Waldlebensraum ausgelöscht wurden - nicht durch eine einzelne Ursache.

Eine Studie, die in der Fachzeitschrift „The Holocene" veröffentlicht und am 10. Oktober 2026 breit aufgegriffen wurde, rekonstruiert, wie der Auerochse - das massige Wildrind, das in Höhlenmalereien verewigt ist und als Vorfahre der heutigen Hausrinder gilt - in Skandinavien Jahrtausende vor seinem weltweiten Aussterben verschwand. Ein internationales Team unter Leitung der Universität Lund analysierte alte DNA aus Auerochsen-Knochen zusammen mit Pollen- und archäologischen Funden und zeigte, dass die skandinavische Population zunächst einen schweren genetischen Engpass durchlief und anschließend durch eine Kombination aus klimabedingtem Waldwandel, menschlicher Jagd und zerstückelten Lebensräumen immer weiter dezimiert wurde.

Das endgültige weltweite Verschwinden der Art - der letzte bekannte Auerochse starb 1627 in einem polnischen Wald - markierte das Ende eines 8.000 Jahre dauernden Niedergangs. Die Forschenden warnen, dass heutige Naturschutzbemühungen, die sich allein auf das Beenden der Jagd konzentrieren, versagen könnten, wenn Populationen bereits den größten Teil ihrer genetischen Vielfalt verloren haben und ihre Lebensräume zerschnitten wurden.

Die Geschichte war am betreffenden Tag die meistgelesene Schlagzeile zur Tierwelt-Genetik bei BBC Discover Wildlife, SciTechDaily, phys.org und Archaeology Magazine und knüpfte nahtlos an aktuelle Debatten über „Wiederauferstehung" ausgestorbener Arten und die Wiederansiedlung großer Pflanzenfresser an.

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