„Die Migranten sind schuld“: Linken-Chefin Schwerdtner warnt vor vorweggenommenem Gen-Z-Narrativ
Ines Schwerdtner, Vorsitzende der Linken, warnte am 22. Oktober davor, dass Politik und Medien die geplanten Gen-Z-Proteste am 31. Oktober bereits im Voraus als Deckmantel für Gewalt durch Migranten oder Linksextreme darstellten – eine Taktik, mit der legitime Protestbewegungen diskreditiert würden.
In einem am 22. Oktober 2026 veröffentlichten Interview mit der Berliner Zeitung wandte sich Ines Schwerdtner, Bundesvorsitzende der Linken und eine der zentralen Figuren bei den Berliner Koalitionsverhandlungen, der Bewegung „Gen Z steht auf“ zu, die für den 31. Oktober Proteste geplant hat. Sie warnte davor, dass die öffentliche Debatte bereits vorab von einem vertrauten Narrativ geprägt werde: „Die Migranten sind schuld und die Linksextremen sind schuld. Das ist das nächste Narrativ.“ Schwerdtner argumentierte, dieses Framing werde „immer wieder genutzt, um Protestbewegungen in Misskredit zu bringen“, während der eigentliche Treiber des Unmuts unter jungen Menschen „die Krise der Bezahlbarkeit“ sei – also Wohnen, Bildung und Lebenshaltungskosten. Sie betonte, die Organisatoren hätten Gewalt ausdrücklich abgelehnt und Parteifahnen verboten.
Der Artikel erschien einen Tag, nachdem der Tagesspiegel berichtet hatte, die Berliner Polizei bereite sich auf einen Großeinsatz vor – aus Sorge vor einer möglichen Unterwanderung durch radikale Gruppen.
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