Erster Herbstfrost in Deutschland erreicht zuerst den Süden – Temperaturen sinken deutlich
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt, dass der Frost in der Nacht zum Donnerstag zuerst den Süden des Landes erreicht, während die Höchstwerte bundesweit bis Sonntag auf nur 7 bis 13 Grad fallen.
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt vor einem markanten Herbstkälteeinbruch, der in der Nacht zum Donnerstag den ersten Frost des Jahres in den südlichen Landesteilen bringen soll. Dort, wo der Himmel im Süden aufklart, dürften die Temperaturen in der Nacht unter null Grad fallen – ein deutlicher Gegensatz zu den 21 Grad, die nur einen Tag zuvor noch gemessen wurden. Bundesweit erwartet der DWD in der Nacht zum Donnerstag Tiefstwerte von rund 10 Grad im Norden bis 2 Grad im Süden, mit Frost dort, wo der Himmel im Süden aufklart. Im Norden und Osten halten anhaltende Bewölkung und einzelne Schauer das Wetter grau, aber milder.
Über das Wochenende hinweg werden die Höchstwerte in Deutschland auf nur 7 bis 13 Grad geschätzt, wobei Nebel die Temperaturen eher am unteren Rand dieser Spanne hält. Am Freitag sollen Berlin und Leipzig jeweils 12 Grad erreichen. In der Nacht zum Sonntag könnte es in südlichen Höhenlagen erneut leichten Frost geben, mit Tiefstwerten zwischen 8 und 0 Grad.
Johannes Habermehl vom Wetterportal Meteored warnt, dass die Temperaturen in klaren, windstillen Nächten am Boden auf bis zu minus 8 Grad fallen könnten – mehrere Grad kälter als die offiziellen DWD-Werte, die in zwei Metern Höhe gemessen werden. Er rät, frostempfindliche Pflanzen wie Oleander bis Freitag ins Haus zu holen und von Sommer- auf Winterreifen zu wechseln. Autofahrer sollten morgens mehr Zeit einplanen, um die Scheiben vollständig von Eis zu befreien.
Der Temperatursturz wirkt besonders abrupt, weil die vergangenen neun Oktober in Deutschland alle wärmer ausfielen als der langjährige Durchschnitt von 9 Grad im Zeitraum 1961–1990. Meteorologe Ronald Porschke von wetter.com rechnet am Wochenende mit Höchstwerten von nur 6 bis 13 Grad und verbreitetem Bodenfrost in der Nacht. Die Zehn-Tage-Vorschau des DWD zeigt ruhiges Hochdruckwetter mit anhaltendem Nebel, wenig Niederschlag und nächtlichen Tiefstwerten zwischen 6 und 0 Grad bis zum 6. November.
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