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Berlin · 27. Oktober 2026 · tagesspiegel.de

Innenminister warnt vor Gewalt hinter Halloween-Masken bei Protesten am 31. Oktober

Brandenburgs Innenminister Jan Redmann warnte, dass Halloween bewusst als Termin für die Demonstrationen „Gen Z steht auf“ gewählt wurde, weil Kostüme und Masken gewaltbereiten Akteuren Deckung bieten. Polizei auf Bundes- und Landesebene bereitet sich vor, während Frankreich mit anhaltenden Ausschreitungen kämpft.

Brandenburgs Innenminister Jan Redmann (CDU) hat am Montag eindringlich davor gewarnt, dass der 31. Oktober bewusst als Termin für die Protestwelle „Gen Z steht auf“ gewählt wurde, weil Halloween fertige Verkleidungen liefert. Im Gespräch mit der dpa in Potsdam sagte er, die Aufrufe zu diesem Tag kämen vor allem aus linksextremen Kreisen, und in den Vorjahren habe man die festliche Atmosphäre ausgenutzt, um „unter dem Schutz der Maskerade“ Körperverletzungen und Sachbeschädigungen zu begehen. Redmann bezeichnete den Termin als kalkulierten Versuch, die Lage „bewusst eskalieren zu lassen“, und sprach von einem gezielten Bestreben, Zustände wie in Frankreich auch nach Deutschland zu bringen.

Frankreich war am Wochenende von massiven Demonstrationen gegen hohe Lebenshaltungskosten und unzureichende Bildungsfinanzierung erschüttert worden, begleitet von schweren Ausschreitungen, Brandstiftungen und Plünderungen. Redmann sagte, die Behörden würden alles tun, damit „sich diese Bilder in Deutschland nicht wiederholen“, und fügte hinzu, dass Polizei auf Bundes- und Landesebene vorbereitet sei. Die brandenburgische Polizei biete vor allem Berlin Unterstützung an, während Redmann betonte, dass auch die Potsdamer Innenstadt genau beobachtet werde.

Die Initiative „Gen Z steht auf“ hat für den 31. Oktober in zahlreichen deutschen Städten zu Protesten aufgerufen und verweist dabei auf Sorgen um Bildung, bezahlbares Leben und den Widerstand gegen eine Wehrpflicht. Mitorganisator Akram Selo sagte der dpa: „Wir distanzieren uns klar von jeglicher Form von Gewalt.“

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