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Berlin · 27. Oktober 2026 · tagesspiegel.de

Berliner Feinkostladen führt nach 20 Jahren historischen Namen „Butter Lindner“ wieder ein

Das Berliner Feinkostgeschäft strich 2006 bei der Expansion nach Hamburg das Wort „Butter“ aus seinem Namen – doch die Kunden nannten es weiterhin „Butter Lindner“, auch Neuberliner. Nun macht die Geschäftsführung den Namen an allen rund 45 Standorten wieder offiziell, zusammen mit einem aufgefrischten Logo in Gold auf Marineblau.

Der Berliner Feinkostladen Lindner, der seine Wurzeln in einem kleinen Marktstand im Stadtteil Schmargendorf hat, wo einst Butter aus dem Fass von Hand verkauft wurde, trägt offiziell wieder den Namen, den er von den 1950er-Jahren bis 2006 führte: „Butter Lindner“. Vor zwanzig Jahren hatte das Unternehmen das Wort „Butter“ aus seinem Firmennamen gestrichen, als es seine Produktion ausweitete und die erste Filiale in Hamburg eröffnete – ein Schritt, der den Wandel vom Einzelhändler zum Hersteller widerspiegelte.

Doch wie Geschäftsführer Nikolaj Sterkel feststellte, akzeptierten die Berliner die Umbenennung nie: Kunden – selbst neu zugezogene – nannten das Geschäft weiterhin beharrlich „Butter Lindner“, unabhängig von der offiziellen Beschilderung.

Mit der Rückbenennung kommt auch ein neues Logo: dieselbe markante goldene Schrift auf dunkelblauem Grund, jedoch mit dynamischeren, zeitgemäßeren Buchstabenformen. Die Kette betreibt inzwischen rund 45 Standorte.

Der Schritt ist vor allem eine Anerkennung der kulturellen Realität: Der alte Name hatte sich so tief im Berliner Sprachgebrauch verankert, dass selbst die Marketinganstrengungen des Unternehmens ihn nicht verdrängen konnten.

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