Jugendbanden terrorisieren Potsdam: Behörden nehmen fünf Teenager in Untersuchungshaft – Anwohner fürchten sich, nachts auf die Straße zu gehen
Eine Serie von Gewalttaten und Einbrüchen durch Jugendbanden in Potsdam und Frankfurt (Oder) hat zur Untersuchungshaft von fünf Teenagern und zur Identifizierung von 35 Verdächtigen geführt, während sich viele Zeugen aus Angst nicht trauen, sich zu melden.
Eine Serie von Gewalttaten, die von Jugendbanden in Potsdam und Frankfurt (Oder) verübt wurden, hat die Einwohner beider Brandenburger Städte aufgeschreckt. Die Behörden haben in den beiden Städten insgesamt 35 Verdächtige identifiziert – 25 in Potsdam und 10 in Frankfurt (Oder) –, und fünf Potsdamer Teenager befinden sich derzeit in Untersuchungshaft. Als Haftgründe gelten Wiederholungsgefahr und Verdunkelungsgefahr, da die Verdächtigen Zeugen offenbar unter Druck gesetzt haben sollen, um sie zum Schweigen zu bringen. Brandenburgs Innenminister Jan Redmann (CDU) rief öffentlich dazu auf, Hinweise zu melden, und räumte das Ausmaß des Problems ein: „Es gibt eine Reihe von Menschen, die etwas gesehen haben, sich aber nicht trauen, es zu melden, weil sie Angst haben. Bringen Sie das, was Sie wissen, zu den Behörden.“ Die Stimmung unter den Anwohnern ist tief verunsichert, ein Anwohner wurde mit den Worten zitiert, man solle abends im Prinzip nicht mehr vor die Tür gehen. Kritiker verweisen auf jahrelange Versäumnisse, ausreichend in Prävention zu investieren, und die Beunruhigung in den betroffenen Stadtteilen lässt trotz der jüngsten Festnahmen nicht nach.
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