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Berlin · 26. Oktober 2026 · tagesspiegel.de

Hunderte protestieren gegen Abschiebungen am Flughafen Berlin Brandenburg

Rund 200 Demonstranten – deutlich mehr als die bei der Polizei angemeldeten 25 bis 50 – versammelten sich am Samstag am BER im Rahmen eines bundesweiten Aktionstags gegen Abschiebungen, wobei die Polizei die Kundgebung ins Freie verlegte.

Am Samstag, dem 25. Oktober 2026, versammelten sich rund 200 Menschen am Flughafen Berlin Brandenburg (BER), um im Rahmen eines bundesweiten Aktionstags gegen Abschiebungen und die sogenannte Außengrenzeinrichtung am Flughafen zu protestieren. Bei der Polizei waren im Vorfeld lediglich 25 bis 50 Teilnehmer angemeldet worden, sodass die tatsächliche Beteiligung weit über den Erwartungen lag.

Als absehbar wurde, dass mehrere Hundert Menschen zum BER strömten, verlegte die Polizei die Versammlung nach draußen; ursprünglich war geplant gewesen, die Kundgebung im Terminal 1 abzuhalten.

Die Organisatoren hatten den Protest bewusst in die Schulferien gelegt. Eine Aktivistin sagte der B.Z., es sei das Ziel gewesen, einen scharfen Kontrast sichtbar zu machen: Während Familien in den Urlaub fliegen, würden von demselben Flughafen aus Menschen abgeschoben.

Flughafensprecherin Sabine Deckwert bestätigte dem Tagesspiegel, dass es keine Beeinträchtigungen des Flugbetriebs gegeben habe. Ob an diesem Tag Abschiebeflüge geplant waren, dazu machte der Flughafen keine Angaben.

Ähnliche Proteste fanden am Samstag auch an anderen deutschen Flughäfen statt, unter anderem in Leipzig, wo sich die Demonstranten insbesondere gegen umstrittene Charter-Abschiebeflüge nach Afghanistan richteten.

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