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Berlin · 29. Oktober 2026 · taz.de

„Gen Z regelt“: Jugendprotestbewegung in Berlin bereitet Kundgebung am 31. Oktober am Brandenburger Tor vor

Die über soziale Medien entstandene Bewegung „Gen Z regelt“ mobilisiert in Berlin und mehr als 20 weiteren deutschen Städten; über 8.000 Teilnehmer haben sich für eine Kundgebung am Brandenburger Tor am 31. Oktober gegen Bildungskürzungen, Sozialkürzungen und die Wehrpflicht angemeldet.

Eine von jungen Menschen getragene Protestbewegung namens „Gen Z regelt“ hat sich rasant über soziale Medien verbreitet und organisiert für den 31. Oktober einen bundesweiten Aktionstag. In Berlin hat die Bewegung eine Kundgebung am Brandenburger Tor ab 14 Uhr angemeldet, für die sich online bereits über 8.000 Menschen eingetragen haben; parallel sind ähnliche Veranstaltungen in mehr als 20 weiteren deutschen Städten geplant.

Im Zentrum der Forderungen stehen eine bessere Bildungsfinanzierung, der Widerstand gegen Sozialkürzungen und die Ablehnung der Wehrpflicht. Die Bewegung überschneidet sich mit bestehenden linken Organisationsstrukturen wie Sozialismus von unten, Kommunistischer Aufbau und Young Struggle, versteht sich selbst aber als breit jugendgetragen und nicht parteigebunden.

Inspiration holte sich die Bewegung aus Frankreich: Bei einem Treffen Mitte Oktober in Berlin erklärte ein Student aus Paris Taktiken zur Blockade von Schulen, und es kursierten Flugblätter mit der Formulierung, „der Funke aus Frankreich sei übergesprungen“.

Die Bewegung geriet früh in Turbulenzen, als ihr erster offizieller Sprecher, der Berliner Influencer Gianni Matheja, am Montag zurücktrat. Er erklärte, angesichts der Vielfalt der Gruppen, die sich unter dem Label versammelten, könne er einen hinreichend friedlichen Rahmen nicht mehr garantieren.

Die Berliner Polizei, die rund 1.000 Beamte einsetzen will, erklärte, es gebe keine belastbaren Hinweise auf eine gezielte extremistische Beeinflussung oder Steuerung der Gruppe. Der Berliner Landeschef der Polizeigewerkschaft, Stephan Weh, warnte dennoch davor, dass radikale Kräfte den demokratischen Protest für ihre Zwecke ausnutzen könnten.

Auf ihrer eigenen Website betont die Bewegung „Gen Z regelt“: „Unser Protest ist friedlich, ohne Ausnahme.“

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