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Berlin · 26. Oktober 2026 · berliner-zeitung.de

Cyberangriff auf Berliner Verwaltung: 1,2 Millionen gestohlene Dateien könnten Opfer jahrelang bedrohen

Sicherheitsexperten warnen, dass der Cyberangriff der Hackergruppe Rhysida auf die Berliner Senatsverwaltungen für Verkehr und für Wohnen — bei dem mehr als 1,2 Millionen Dateien entwendet und ins Darknet gestellt wurden — betroffene Bürger noch jahrelang der Gefahr von Identitätsdiebstahl und Betrug aussetzen könnte.

Am 14. August entdeckte die Berliner Senatsverwaltung, dass die Hackergruppe Rhysida in zwei ihrer Behörden eingedrungen war: die Senatsverwaltung für Verkehr und Umwelt sowie die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen. Die Angreifer hatten mehrere Tage Zeit, Daten abzuschöpfen, bevor der Einbruch entdeckt wurde.

Anschließend boten sie das gestohlene Material im Darknet zur Auktion an, mit einem Startpreis von 30 Bitcoin – umgerechnet rund 2,4 Millionen US-Dollar. Mehr als 1,2 Millionen Dateien kursieren inzwischen in Darknet-Kanälen.

Der IT-Sicherheitsberater Manuel Atug warnte, dass die Folgen für die Betroffenen weit in die Zukunft reichen könnten, da kriminelle Netzwerke gestohlene persönliche Daten noch Jahre nach einem ersten Einbruch für Betrug und andere Machenschaften nutzen können. Atug warnte zudem, dass Rhysida möglicherweise noch weitere hochsensible Daten veröffentlichen könnte.

Die Berliner Senatsverwaltung hat eingeräumt, dass sie weder das vollständige Ausmaß der Datenpanne noch das daraus resultierende Risiko für die Betroffenen überblicken kann.

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