Berlins erster Queer-Beauftragter verlässt sein Amt mit Ende der Legislaturperiode
Alfonso Pantisano, Berlins erster Queer-Beauftragter, scheidet am 29. Oktober aus seinem Amt, wenn die laufende Legislaturperiode endet – die queere Community blickt angesichts steigender Hasskriminalität und Kürzungen bei der Projektförderung mit Unsicherheit in die Zukunft, auch wenn die künftigen Koalitionsparteien ankündigen, das Amt erhalten zu wollen.
Die Amtszeit von Berlins erstem Queer-Beauftragten, Alfonso Pantisano, endet am 29. Oktober 2026 zusammen mit dem Ablauf der laufenden Legislaturperiode, die formal mit der konstituierenden Sitzung des neuen Abgeordnetenhauses abgeschlossen wird. Pantisano wurde 2023 als erste offizielle „Ansprechperson für das queere Berlin“ der Stadt berufen und hat sich seither für den Schutz der Interessen von LGBTQ+-Personen eingesetzt – in einer Zeit, in der Hasskriminalität in der Stadt zunimmt. Der taz-Kommentar vom 21. Oktober 2026 bezeichnet seinen Abschied angesichts des aktuellen Drucks auf die queere Community Berlins als „das falsche Signal“: Kürzungen bei der Projektförderung, zunehmende Queerfeindlichkeit und wiederholter Vandalismus an der Regenbogenbank im Tiergarten. Alle drei Parteien der künftigen Koalition aus SPD, Grünen und Linke haben öffentlich erklärt, das Amt des Beauftragten erhalten zu wollen; formal erfordert dies jedoch ein neues Bewerbungs- und Berufungsverfahren, da die Stelle an die Legislaturperiode gebunden ist. Der Artikel argumentiert, die Stadt hätte einen Weg finden müssen, um Kontinuität zu sichern, anstatt – gerade in einem für die Community sensiblen Moment – ein langwieriges Neubesetzungsverfahren von Grund auf zu beginnen.
Mehr aus dieser Ausgabe

Berlin-Datenleck: Rhysida-Hack könnte Opfer jahrelang verfolgen

Ryanair schließt Berlin-Basis am BER und streicht zwölf Strecken

Bauarbeiten am Westkreuz stören fünf Berliner S-Bahn-Linien – auch die Flughafenverbindung

Sicherheitsbereich um Steglitzer Bierpinsel ausgeweitet: Herabfallende Fassadenteile gefährden Verkehr

Geheimplan für ein 40 Kilometer langes Seilbahnnetz mit sechs Linien in Berlin enthüllt

Neuer Club „[119]“ eröffnet in ehemaliger Oppositionsstätte der DDR in Prenzlauer Berg

Berlins umstrittener Probeunterricht für Gymnasien wird erstmals mit Schülern vorab getestet

Wilder Wald überwuchert Erich Kästners Ku'damm-Tennisplätze und blockiert geplanten Wohnungsbau
