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Berlin · 26. Oktober 2026 · berliner-zeitung.de

Emirates stoppt Berlin-Flugpläne nach Streit um Abkommen

Emirates-Chef Tim Clark erklärte auf der World-Routes-Konferenz in Frankfurt, dass die Fluggesellschaft vorerst keine Flüge nach Berlin aufnehmen werde. Grund seien unterschiedliche Auslegungen eines im September unterzeichneten bilateralen Luftverkehrsabkommens zwischen Deutschland und den Vereinigten Arabischen Emiraten.

Nach mehr als zwei Jahrzehnten des Werbens um einen Zugang zur deutschen Hauptstadt hat Emirates seine Pläne für den Flughafen Berlin Brandenburg (BER) vorerst auf Eis gelegt. Emirates-Chef Tim Clark gab die Entscheidung am Mittwoch auf der Luftfahrtkonferenz World Routes in Frankfurt am Main bekannt und sagte unmissverständlich: „Wir werden derzeit nicht nach Berlin fliegen.“ Das Handelsblatt berichtete am Donnerstag über seine Äußerungen.

Der Rückschlag folgt auf das, was zuvor als Durchbruch gefeiert worden war: ein aktualisiertes Luftverkehrsabkommen zwischen Deutschland und den Vereinigten Arabischen Emiraten, das im September abgeschlossen wurde. Clark erklärte jedoch, dass beide Seiten bestimmte Formulierungen des Abkommens inzwischen unterschiedlich interpretierten. Zunächst müsse geklärt werden, ob sowohl der Geist des Abkommens als auch dessen Übersetzung korrekt seien – erst wenn Klarheit bestehe, werde Emirates über die Aufnahme von Flügen nach Berlin nachdenken.

Ein Branchenkenner bezeichnete die Ausarbeitung des Abkommens laut Berichten zu dem Thema als „Pfusch“. Der lange erwartete Deal hatte bei jenen Hoffnungen geweckt, die sich eine bedeutende neue Langstreckenverbindung am BER erhofft hatten.

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