Persook
Berlin · 20. Oktober 2026 · tagesspiegel.de

Grüne setzen Viererkommission zur Auswahl der Senatskandidaten ein

Nach Kritik an den Parteivorsitzenden Werner Graf und Bettina Jarasch wegen eines schwachen Wahlergebnisses sollen künftige Senatorenposten der Berliner Grünen nicht von der Parteispitze, sondern von einer neu gebildeten Viererkommission besetzt werden.

Wie der Checkpoint-Newsletter des Tagesspiegel in seiner Morgenausgabe vom 20. Oktober 2026 berichtete, haben die Berliner Grünen beschlossen, eine Viererkommission einzusetzen, die Kandidaten für mögliche künftige Senatorenposten auswählen soll.

Der Schritt folgt auf scharfe interne Kritik an den Parteivorsitzenden Werner Graf und Bettina Jarasch nach dem schlechtesten Wahlergebnis der Grünen seit 20 Jahren – nur 14,3 Prozent bei der Landtagswahl am 20. September 2026.

Indem die Partei die Auswahl der Senatorenkandidaten nicht der Doppelspitze, sondern einer eigenen Kommission überträgt, signalisiert sie einen Neuanfang.

Diese Entwicklung folgt auf das Votum der Grünen-Delegierten vom Vorabend, mit 43 zu 2 Stimmen in Koalitionsverhandlungen mit der Linken und der SPD einzutreten.

Rund 18.000 Parteimitglieder sollen am Ende per Online-Umfrage über den endgültigen Koalitionsvertrag abstimmen – ein Novum für die Berliner Grünen.

Das Kommissionsverfahren ist ein ungewöhnlicher Schritt in der Parteiführung, der die formale Parteispitze bei der sichtbarsten Konsequenz einer Regierungsbeteiligung faktisch ausbootet.

Ganze Meldung ansehen Original lesen

Mehr aus dieser Ausgabe