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Berlin · 20. Oktober 2026 · tagesspiegel.de

Berlins Grüne und SPD stimmen für Koalitionsgespräche mit der Linken

Sowohl die Berliner Grünen (43:2) als auch die SPD (26:3) stimmten am Abend des 19. Oktober für die Aufnahme formeller Koalitionsverhandlungen mit der Linken und rückten damit eine rot-grün-rote Regierung einen Schritt näher.

Am Abend des 19. Oktober 2026 bewegte sich Berlin entschlossen auf eine neue rot-grün-rote Regierung zu. Der SPD-Landesvorstand billigte in einer digitalen Sitzung mit 26 zu 3 Stimmen die Aufnahme von Koalitionsverhandlungen mit der Linken und den Grünen. Kurz darauf unterstützten Delegierte der Grünen auf einer kleinen Landesversammlung den Schritt noch deutlicher: Nur 2 von 45 Delegierten stimmten dagegen. Die Linke, die die Wahl im September mit 25,7 Prozent der Stimmen gewonnen hatte, hält wegen der Berliner Herbstferien erst am 31. Oktober ihren eigenen Parteitag ab. Stimmt auch sie zu, können die formellen Koalitionsverhandlungen ab dem 2. November beginnen.

Das von den drei Parteien vereinbarte Sondierungspapier sieht unter anderem vor, große Wohnungsunternehmen mit 10.000 oder mehr Wohnungen zu vergesellschaften – betroffen wären rund 160.000 Wohnungen von Konzernen wie Vonovia, Heimstaden und Covivio –, wobei die Entschädigung auf 16 Milliarden Euro begrenzt werden soll. Zudem sollen Mieterhöhungen bei landeseigenen Wohnungen auf maximal 2 Prozent pro Jahr begrenzt, ein günstigeres Sozialticket für den öffentlichen Verkehr eingeführt, erneut in die Radverkehrsinfrastruktur investiert und der Ausbau der A100 gestoppt werden.

Die Verhandlungsführer des möglichen künftigen Regierungstrios sind Elif Eralp (Linke), Werner Graf (Grüne) und Steffen Krach (SPD). Die Entscheidung war am 20. Oktober die Topmeldung in Berliner Medien und bestimmte die morgendliche Nachrichtenlage.

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