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Berlin · 20. Oktober 2026 · tagesspiegel.de

Kleine Berliner Vermieter äußern sich zu den Enteignungsplänen der Koalition

Drei kleinere private Berliner Vermieter schildern dem Tagesspiegel, wie sie den Plan der rot-grün-roten Koalition zur Vergesellschaftung großer Wohnungsunternehmen einschätzen – eine Maßnahme, die sie selbst nicht direkt betrifft, aber die gesamte Wohnungsdebatte der Stadt verändert.

In einem am 20. Oktober 2026 veröffentlichten Artikel sprach der Tagesspiegel mit drei kleinen privaten Vermietern in Berlin über die geplante Wohnungspolitik der rot-grün-roten Koalition. Zwar betrifft das Vorhaben der Koalition, Unternehmen mit 10.000 oder mehr Wohnungen – etwa Vonovia und Covivio – zu vergesellschaften, kleine private Vermieter nicht direkt, doch alle drei Befragten sagten, die Debatte habe das politische Klima rund um Immobilienbesitz verändert.

Einer argumentierte, „große Konzerne schaffen keinen neuen Wohnraum“, und griff damit die Ansicht auf, dass die Enteignungspolitik die eigentliche Ursache der Wohnungsnot verkenne. Andere äußerten Sorge über Folgewirkungen: steigende Verwaltungskosten, politische Unsicherheit und zurückhaltende Investoren auf dem Berliner Immobilienmarkt.

Das Koalitionspapier sieht außerdem eine Mietsteigerungsgrenze von 2 Prozent pro Jahr für landeseigene Wohnungen vor und setzt sich das Ziel, bis 2031 100.000 neue Wohnbaugenehmigungen zu erreichen. Der Artikel spiegelt die größere Spannung zwischen mieterorientierten politischen Ambitionen und den Ansichten von Immobilienbesitzern wider, die argumentieren, dass Angebotsengpässe – nicht die Eigentumsstruktur – die eigentliche Ursache der Berliner Wohnungskrise seien.

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