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Berlin · 22. Oktober 2026 · tagesspiegel.de

„Görli 24/7“ stellt Berliner Senat Ultimatum zur gesperrten Brücke am Görlitzer Park

Die Nachbarschaftsinitiative „Görli 24/7“ hat dem Berliner Senat und der Deutschen Bahn eine Frist bis Sonntagmitternacht gesetzt, um eine seit Juli wegen Korrosion gesperrte Fußgängerbrücke über den Landwehrkanal am Görlitzer Park wieder zu öffnen – andernfalls wollen die Aktivisten sie selbst öffnen.

Die Nachbarschaftsinitiative „Görli 24/7“ hat dem Berliner Senat und der Deutschen Bahn offiziell ein Ultimatum gestellt: Eine Fuß- und Radwegbrücke über den Landwehrkanal am Görlitzer Park solle bis Sonntagmitternacht wieder geöffnet werden – sonst wollen die Aktivisten die Angelegenheit selbst in die Hand nehmen und die Brücke eigenständig öffnen.

Die Brücke, eine wichtige Verbindung zwischen der Treptow-Köpenicker Seite des Kanals und dem Görlitzer Park in Kreuzberg, ist seit Juli 2026 gesperrt. Die Deutsche Bahn begründet die Sperrung mit Korrosionsschäden an der Konstruktion und dem Fehlen eines gültigen Verkehrssicherheitszertifikats.

Die Aktivisten bestreiten, dass tatsächlich Einsturzgefahr bestehe, und verweisen darauf, dass die Wege direkt unter der über 100 Jahre alten eisernen Konstruktion weiterhin für die Öffentlichkeit zugänglich sind. Ein von den Behörden beauftragtes formelles Gutachten zum Bauzustand wird voraussichtlich erst Ende 2026 Empfehlungen liefern.

Die Sperrung zwingt Anwohner und Parkbesucher zu erheblichen Umwegen. Der Tagesspiegel-Artikel vom 21. Oktober 2026 berichtet, dass „Görli 24/7“ die monatelange Sperrung als Versagen der Verwaltung ansieht, die Lebensqualität jener, die auf die Querung angewiesen sind, nicht ausreichend zu berücksichtigen.

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