Berlins mögliches linksgeführtes Bündnis steht im Fokus einer anhaltenden Medien- und Politikkampagne
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Ein taz-Kommentar argumentiert, dass der anhaltende Druck von Medien und Politikern gegen ein mögliches Rot-Grün-Rot-Bündnis in Berlin völlig unverhältnismäßig sei und dass kein Zugeständnis der Linken die Kritiker je zufriedenstellen werde.
In einem am 30. Oktober 2026 in der taz veröffentlichten Beitrag argumentiert der Journalist Daniel Bax, dass eine anhaltende Kampagne deutscher Medien und Politiker gegen ein mögliches Rot-Grün-Rot-Bündnis in Berlin – unter Beteiligung von Linkspartei, Grünen und SPD – mehr über den deutschen Journalismus aussage als über die Linke selbst.
Der Berliner SPD-Chef Steffen Krach trat in der Sendung von Markus Lanz auf und machte den Ausschluss der Hinterbänklerin Vanessa Emde aus der Linksfraktion zur Bedingung für eine Koalition.
Kritiker griffen zudem Fotos von Linken-Politikern mit einer palästinensischen Rentnerin und Aktivistin auf, der Sympathien für die Hamas vorgeworfen werden, sowie den Vorfall, bei dem eine Mitarbeiterin im Büro der Linken-Spitzenkandidatin Elif Eralp versehentlich ein vertrauliches Word-Dokument an den Spiegel weiterleitete.
Bild-Zeitung, NIUS, der Berliner Tagesspiegel sowie Politiker von CDU, CSU und SPD hatten schon vor der Wahl vor dem Bündnis gewarnt – dennoch verschaffte die Berliner Wählerschaft der Linken einen Erdrutschsieg: Die Partei ließ die CDU deutlich hinter sich und holte in manchen Bezirken jede zweite Stimme.
Bax nimmt besonders den ARD-Moderator Jörg Thadeusz ins Visier, der ein Linken-Bündnis mit einem Verrat an den Opfern von Auschwitz verglichen habe, sowie den Welt-Kolumnisten Harald Martenstein, der sich sexistisch über Politikerinnen der Linken geäußert habe.
Bax kommt zu dem Schluss, dass die Kritiker weiterhin Vorwände finden werden, bis Rot-Grün-Rot zu Fall gebracht ist – kein Zugeständnis der Linken werde je als ausreichend gelten.
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