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Berlin · 21. Oktober 2026 · tagesspiegel.de

Pro-Israel-Aktivist Volker Beck verurteilt Koalition mit der Linken wegen Antisemitismus

Volker Beck, Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, bezeichnete es als „völlig unverständlich“, dass SPD und Grüne in Berlin eine Koalition mit der Linken bilden wollen, und verwies auf systemischen Antisemitismus im Berliner Landesverband der Linkspartei.

Volker Beck, ehemaliger Bundestagsabgeordneter der Grünen und Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, kritisierte am 21. Oktober 2026 scharf die geplante rot-grün-rote Koalition in Berlin. Gegenüber Journalisten sagte er, es sei „völlig unverständlich“, dass SPD und Grüne sich mit einer Partei verbünden wollten, in der Antisemitismus systemisch sei.

Becks Kritik richtete sich insbesondere gegen die Berliner Fraktion der Linken, konkret gegen die Linken-Abgeordnete Vanessa Emde, deren Äußerungen, mit denen sie das Existenzrecht Israels in Frage stellte, bereits ein internes Ordnungsverfahren und einen möglichen Fraktionsausschluss ausgelöst hatten. Beck argumentierte, die Linke habe es durchgängig versäumt, Antisemitismus und Antizionismus in den eigenen Reihen ernsthaft anzugehen.

Die Kontroverse spiegelt sich unmittelbar im Sondierungspapier wider, das nach der Berliner Landtagswahl entstand – bei der die Linke mit 25,7 Prozent als stärkste Kraft hervorging. Das Papier enthält eine ausdrückliche Antisemitismus-Klausel, auf der SPD und Grüne als Koalitionsbedingung bestanden hatten. Ob diese Klausel scharf genug ist, um Kritiker wie Beck zufriedenzustellen, oder zu scharf für Teile der Linken-Basis, bleibt ein zentraler Streitpunkt vor der entscheidenden Abstimmung auf dem Parteitag am 31. Oktober.

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