Berlin: Nachrichten · 21. Oktober 2026

Berlin-Koalitionsgespräche: SPD und Grüne stimmen für Rot-Grün-Rot
Berlins SPD und Grüne haben am 21. Oktober für die Aufnahme formeller Koalitionsverhandlungen mit der Linken gestimmt, die der Linkspartei erstmals einen Regierenden Bürgermeister verschaffen würden. Der Parteitag der Linken entscheidet am 31. Oktober.

BVG schafft Fahrkartenautomaten ab — Fahrgastverband schlägt Alarm
Berlins Verkehrsbetrieb BVG plant, bis 2029 alle klassischen Fahrkartenautomaten durch bargeldlose digitale Validatoren zu ersetzen – ein Vorhaben, das der Fahrgastverband IGEB als Bedrohung für ältere und bankkontolose Fahrgäste verurteilt.

Senatsexperten warnten: Berlins geplante Magnetschwebebahn ist doppelt so teuer wie eine Straßenbahn
Interne Senatsunterlagen zeigen, dass Berlins eigene Verkehrsexperten davor warnten, dass die geplante Magnetschwebebahn nach Siemensstadt² bis zu 888 Millionen Euro kosten würde – fast dreimal so viel wie die gestrichene Straßenbahn-Alternative – und 17.000 geplante Wohnungen gefährden könnte.

Berlins Universitäten verfallen – Studierende planen Protest am 31. Oktober am Brandenburger Tor
Allein an der TU Berlin sind 14 Gebäude gesperrt, der Sanierungsstau an den Berliner Hochschulen beläuft sich auf 8,2 Milliarden Euro – von französischen Protesten inspirierte Studierende organisieren für den 31. Oktober eine Demonstration am Brandenburger Tor.

Risse in Berlins geplanter rot-grün-roter Koalition
Obwohl SPD und Grüne am 21. Oktober für die Aufnahme von Koalitionsgesprächen mit der Linken gestimmt haben, bedroht interner Widerstand in allen drei Parteien – über die Vergesellschaftung von Wohnraum, Antisemitismus und Haushaltspläne – den Deal vor dem entscheidenden Parteitag der Linken am 31. Oktober.

Pro-Israel-Aktivist Volker Beck verurteilt Koalition mit der Linken wegen Antisemitismus
Volker Beck, Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, bezeichnete es als „völlig unverständlich“, dass SPD und Grüne in Berlin eine Koalition mit der Linken bilden wollen, und verwies auf systemischen Antisemitismus im Berliner Landesverband der Linkspartei.

Prozess in Berlin gegen mutmaßlichen Mörder von drei Familienmitgliedern auf den Kapverden
Ein Berliner Gericht hat am 21. Oktober ein Verfahren gegen einen 19-Jährigen eröffnet, dem vorgeworfen wird, während eines Weihnachtsurlaubs auf den Kapverdischen Inseln drei Familienmitglieder erstochen zu haben.

Gruppengewalt von Jugendlichen nimmt in Berlin und Brandenburg stark zu
Berlin registrierte im vergangenen Jahr 80.541 Gewaltdelikte – ein Drittel mehr als vor zehn Jahren. Polizei und Forscher verweisen auf einen starken Anstieg von Gruppenangriffen durch junge Menschen in der Hauptstadt und in Brandenburg.

Mücken plagen Angestellte das ganze Jahr über am Bahnhof Potsdamer Platz
Mitarbeiter von Geschäften im Berliner Bahnhof Potsdamer Platz berichten auch im Oktober von zwei bis drei Mückenstichen pro Tag, da sich Hausmücken an das Überwintern in der Wärme der U-Bahn-Tunnel angepasst haben.

Ostpro-Messe bringt DDR-Nostalgie auf die Trabrennbahn Karlshorst in Berlin
Die jährliche Ostpro-Verkaufsmesse öffnet vom 23. bis 25. Oktober 2026 auf der Trabrennbahn Karlshorst und bietet drei Tage lang Ketwurst, Spreewaldgurken, Rotstern-Schokolade, Pittiplatsch-Spielzeug und Erzgebirgskerzen.

Berliner Bäder-Betriebe werden 30: 16 Bäder öffnen am 30. Oktober bis 2 Uhr nachts
Der Berliner Bäderbetreiber feiert mit einer „Langen Nacht des Schwimmens“ am 30. Oktober sein 30-jähriges Bestehen: 16 Hallenbäder bleiben bis 2 Uhr morgens geöffnet, im Kombibad Seestraße gibt es eine Lichtinstallation.

Jacob-Teitel-Park in Berlin-Mitte: Ratten, Müll und eine vernachlässigte Gedenkstätte
Besucher und Anwohner berichten, dass der nach einem russisch-jüdischen Juristen benannte Jacob-Teitel-Park in Berlin-Mitte – errichtet auf den Ruinen eines zerstörten jüdischen Kulturzentrums – unter sich häufendem Müll, Sperrmüll und Rattensichtungen leidet.

Berlin-Pankow lässt 200 Jahre alte Eiche für elf neue Wohnungen fällen
Das Bezirksamt Pankow hat die Fällung einer rund 200 Jahre alten Eiche in der Schloßallee in Niederschönhausen genehmigt, um Platz für einen Wohnneubau mit elf Wohnungen zu schaffen – eine Petition wurde bereits von 1.178 Anwohnern unterschrieben.

Berliner Schulen überprüfen eigene Kinderschutzkonzepte nicht
Eine Recherche der Berliner Zeitung zeigt, dass Berlins Schulen zwar gesetzlich zu Kinderschutzkonzepten verpflichtet sind, es aber keine verbindliche Kontrolle oder systematische staatliche Aufsicht gibt, ob die Pläne tatsächlich umgesetzt werden.

Bundesländer warnen: Kosten für den Regionalverkehr erreichen ihre Grenze
Vor einer Verkehrsministerkonferenz hat Berlins Verkehrssenator Crumbach gewarnt, die Länder könnten die steigenden Kosten für ihre Regionalbahnnetze nicht mehr tragen – damit steht die Zukunft des Regionalverkehrs in ganz Deutschland auf dem Spiel.
