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Berlin · 21. Oktober 2026 · tagesspiegel.de

Berlins Universitäten verfallen – Studierende planen Protest am 31. Oktober am Brandenburger Tor

Allein an der TU Berlin sind 14 Gebäude gesperrt, der Sanierungsstau an den Berliner Hochschulen beläuft sich auf 8,2 Milliarden Euro – von französischen Protesten inspirierte Studierende organisieren für den 31. Oktober eine Demonstration am Brandenburger Tor.

Berlins Universitäten befinden sich laut am 21. Oktober 2026 veröffentlichten Zahlen in einem gravierenden baulichen Verfall. Allein an der TU Berlin sind 14 Gebäude außer Betrieb – das entspricht rund 22 Prozent der gesamten Nutzfläche –, für deren Sanierung 2,4 Milliarden Euro benötigt werden. An der Humboldt-Universität sind 12 Gebäude unbenutzbar (9 Prozent der Fläche), an der BHT fünf (15 Prozent) und an der Freien Universität sechs (5 Prozent). Der gesamte Sanierungsstau an Berlins staatlichen Hochschulen beläuft sich auf 8,2 Milliarden Euro.

Die Studierenden Aaron Schilling (Elektrotechnik an der TU Berlin) und Friedrich Lauenstein (Studienberater) gehören zu den Aktivisten der Initiative „Gen Z steht auf“, die für den 31. Oktober bundesweite Demonstrationen organisiert; Berlins zentrale Kundgebung ist am Brandenburger Tor geplant. Die Bewegung lässt sich ausdrücklich von den großen Studierendenprotesten in Frankreich inspirieren, die Lauenstein als „großes Vorbild“ bezeichnete. Die Studierenden ärgern sich zudem über den Widerspruch zwischen der Bereitschaft der Regierung, Militärausgaben von der Schuldenbremse auszunehmen, und gleichzeitigen Kürzungen im Hochschulbereich.

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