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Berlin · 21. Oktober 2026 · berliner-zeitung.de

Berlin-Pankow lässt 200 Jahre alte Eiche für elf neue Wohnungen fällen

Das Bezirksamt Pankow hat die Fällung einer rund 200 Jahre alten Eiche in der Schloßallee in Niederschönhausen genehmigt, um Platz für einen Wohnneubau mit elf Wohnungen zu schaffen – eine Petition wurde bereits von 1.178 Anwohnern unterschrieben.

Eine etwa 200 Jahre alte Eiche in der Schloßallee im Berliner Ortsteil Niederschönhausen (Pankow) steht vor der Fällung, nachdem das Bezirksamt Pankow zum 1. Oktober 2026 die Genehmigung zur Entfernung des Baums erteilt hat, um den Bau eines Wohngebäudes mit elf Wohnungen zu ermöglichen.

Die Entscheidung hat heftigen Widerstand vor Ort ausgelöst: Zum Zeitpunkt des Berichts der Berliner Zeitung hatten bereits 1.178 Anwohner eine Petition zum Erhalt des Baums unterschrieben. Kritiker argumentieren, ein Baum dieses Alters und dieser Größe sei unersetzlich und seine Entfernung schaffe einen bedenklichen Präzedenzfall, der den Wohnungsbau über den Erhalt gewachsener städtischer Grünstrukturen stelle. Befürworter der Fällung verweisen auf die akute Wohnungsnot in Berlin, die schwierige Abwägungen erforderlich mache.

Der Fall verdeutlicht ein Spannungsfeld, das sich durch viele Berliner Bezirke zieht: zwischen dem dringenden Bedarf an neuem Wohnraum und dem Schutz historischer Naturdenkmäler in etablierten Wohngebieten. Der Artikel wurde am 21. Oktober 2026 veröffentlicht, als das genehmigte Fällfenster bereits begonnen hatte.

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