Charité-Ärzte signalisieren Streikbereitschaft im Tarifstreit
Von KI aus dem Bericht von tagesspiegel.de geschrieben. Von keinem Menschen geprüft.
Ärzte der Berliner Universitätsklinik Charité haben in einer Umfrage überwältigende Streikbereitschaft gezeigt, während die Ärztegewerkschaft Marburger Bund eine Gehaltserhöhung von 8 Prozent fordert und die Verhandlungen mit der Klinikleitung über deren aktuelles Angebot von 3,7 Prozent weiterlaufen.
Der Marburger Bund hat seine Mitglieder an der Berliner landeseigenen Universitätsklinik Charité zu ihrer Streikbereitschaft befragt; ein Sprecher bestätigte die Ergebnisse dem Tagesspiegel. Rund 89 Prozent der Befragten gaben an, sich an einem Warnstreik zu beteiligen – einer begrenzten Arbeitsniederlegung, die nur bestimmte Schichten betrifft –, während knapp 81 Prozent erklärten, im Falle eines unbefristeten Streiks mitzumachen. Wie viele Mitglieder an der Umfrage teilnahmen, teilte der Sprecher nicht mit.
Die Gewerkschaft fordert eine Gehaltserhöhung von 8 Prozent sowie höhere Zuschläge für Nacht-, Wochenend- und Feiertagsschichten. Der Landesvorsitzende des Marburger Bundes, Peter Bobbert, argumentiert, diese Forderungen entsprächen lediglich den Bedingungen, die an anderen Universitätskliniken bereits ohne Streik vereinbart worden seien. Das jüngste Angebot der Klinikleitung liegt bei 3,7 Prozent über einen Zeitraum von 28 Monaten. Ein Assistenzarzt oder eine Assistenzärztin am Berufseinstieg verdient derzeit rund 5.800 Euro brutto im Monat. Von den rund 3.000 Ärzten der Charité sollen etwa zwei Drittel Mitglieder des Marburger Bundes sein. Die Verhandlungsführer beider Seiten wollen sich in dieser Woche erneut treffen.
Die Charité steht zudem unter zusätzlichem Druck durch das Pflegepersonal. Verdi, das überwiegend nicht-ärztliche Beschäftigte vertritt, führt derzeit parallel eine eigene Urabstimmung durch, nachdem der Klinikvorstand einen Tarifvertrag zur Entlastung des Personals gekündigt hatte. Nach den Regeln von Verdi müssen mindestens 75 Prozent der organisierten Mitglieder an einem Standort zustimmen, bevor ein unbefristeter Arbeitskampf ausgerufen werden kann. Die Ergebnisse werden für Freitag erwartet.
Die Klinik verzeichnete für 2025 ein Defizit von 64 Millionen Euro – eine Lücke, die sich durch die Krankenhausreform des Bundes voraussichtlich noch vergrößern wird; Berlins Haushaltslage begrenzt zudem die Aussicht auf kurzfristige staatliche Unterstützung.
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