IG-Metall-Warnstreiks legen Berliner Metallbetriebe lahm
Von KI aus dem Bericht von taz.de geschrieben. Von keinem Menschen geprüft.
Von der IG Metall ausgerufene Warnstreiks legten am Montag die Produktion in mehreren großen Berliner Metallbetrieben lahm, darunter Mercedes-Benz in Marienfelde, Rheinmetall in Wedding und Siemens Global Energy. Die Gewerkschaft fordert 5 Prozent mehr Lohn, während die Arbeitgeber nur 1,3 Prozent anbieten.
Am Montag, dem 2. November, rief die IG Metall Beschäftigte der Berliner Metall- und Elektroindustrie zu Warnstreiks auf. Ab 9 Uhr legten rund 200 Mitarbeiter von Betrieben entlang der Daimlerstraße in Marienfelde – darunter Mercedes-Benz, Gillette, Schindler und Tepper – die Arbeit nieder.
Eine halbe Stunde später schlossen sich Beschäftigte von Rheinmetall in Wedding dem Streik an, vor den Toren des früheren Pierburg-Werks in der Schererstraße, wo der Rüstungskonzern seit etwa einem Jahr Hülsen für Artilleriegeschosse fertigt. Auch Mitarbeiter von Bosch Security Systems, Siemens Global Energy und Siemens Mobility legten im Laufe des Tages die Arbeit nieder.
Der Ausstand folgt auf ein Angebot, das der Arbeitgeberverband der Metall- und Elektroindustrie Berlin-Brandenburg (VME) am vergangenen Donnerstag vorgelegt hatte und das die Gewerkschaft rundweg zurückwies. Der Vorschlag des VME – unter dem Titel „Standort- und Investitionsstärkung“ – sieht für 2027 keine Lohnerhöhung vor, lediglich eine freiwillige Einmalzahlung; eine Erhöhung um 1,3 Prozent soll erst im Juli 2028 greifen. Ökonomen rechnen für das kommende Jahr in Deutschland mit einer Inflation von bis zu 3 Prozent, das ifo-Institut prognostiziert für 2028 weitere 2,3 Prozent – das Angebot würde also in beiden Jahren real eine Lohnkürzung bedeuten.
Der IG-Metall-Bezirksleiter Jan Otto, der für Berlin, Brandenburg und Sachsen zuständig ist, bezeichnete das Angebot als „enttäuschend und an der Realität vorbei“. Die Gewerkschaft fordert für die rund 96.000 von ihr vertretenen Beschäftigten in der Region 5 Prozent mehr Lohn binnen zwölf Monaten sowie Beschäftigungssicherung und eine verhandelte Gewinnbeteiligung.
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