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Berlin · 21. Oktober 2026 · berliner-zeitung.de

Jacob-Teitel-Park in Berlin-Mitte: Ratten, Müll und eine vernachlässigte Gedenkstätte

Besucher und Anwohner berichten, dass der nach einem russisch-jüdischen Juristen benannte Jacob-Teitel-Park in Berlin-Mitte – errichtet auf den Ruinen eines zerstörten jüdischen Kulturzentrums – unter sich häufendem Müll, Sperrmüll und Rattensichtungen leidet.

Der Jacob-Teitel-Park, eine kleine Grünanlage im Scheunenviertel in Berlin-Mitte zwischen Gormannstraße, Rosenthaler Straße und Weinmeisterstraße, leidet laut einem Bericht der Berliner Zeitung vom 21. Oktober 2026 unter anhaltender Vernachlässigung. Stammbesucher berichten von sich häufendem Hausmüll, achtlos abgestelltem Sperrmüll und Rattensichtungen; ein junger Besucher wird mit den Worten zitiert: „Ich bin hier oft und habe schon ein paar Ratten gesehen.“ Die Reaktionen der Parkbesucher fallen unterschiedlich aus: Manche räumen ein, dass die Grünanlage trotz ihres Zustands weiterhin nützlich sei, andere sind entsetzt.

Der Park wurde am 4. Juni 2021 offiziell benannt und eingeweiht, zu Ehren von Jacob Teitel, einem russisch-jüdischen Juristen, der 1923 am selben Ort eine der ersten Kinderrechtsorganisationen Berlins gründete. An dieser Stelle befand sich zuvor das Israelitische Heimathaus, ein zentraler Mittelpunkt des jüdischen Kulturlebens im Berlin der Vorkriegszeit, das im Zweiten Weltkrieg zerstört wurde. Angesichts der historischen Bedeutung des Ortes empfanden Anwohner den Zustand der Vernachlässigung als besonders respektlos gegenüber diesem Erbe.

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